Infragrün

September 26, 2005

Wer sagt eigentlich, dass man beim beten still sein muss, den Kopf geneigt haben muss und ruhig sprechen muss?
Wer sagt eigentlich, dass beten in einer Gruppe doch nur ein Monolog ist, bei dem jeder mal an der Reihe ist?
Wer sagt eigentlich, dass Predigten immer von vorne und von oben kommen müssen?
Wer sagt eigentlich, dass ein Gottesdienst nur aus Lobpreis, Predigt und Beten besteht?

Und wer hat festgelegt, dass Hauskreise Hauskreis heißen und Mittwoch Abend stattfinden??? ;)

9 Comments:

At 26 September, 2005 20:44, Anonymous Anonym said...

Na das ist doch klar:
Das war diejenige Instanz (die man zum Glück nicht definieren kann, da sonst die falschen Leute sich zu ihr aufschwingen würden), die die Weisheit, die Wahrheit und den Weg kennt, einfach um ihrer selbt willen.
Genau dieselbe, die auch festgelegt hat, dass Hausaufgaben abschreiben und Alkohol trinken sündig ist und dass jemand, der nicht täglich nach dem Aufstehen die Bibel liest und laut betet, kein Christ ist, besser gesagt, keiner sein kann.

 
At 27 September, 2005 09:20, Blogger HoSnoopy said...

Beim Thema "Beten" fällt mir zB ein, daß David halbnackt vor der Bundeslade hergetanzt ist und sich in den Augen von einigen Leuten damit unmöglich gemacht hat. Er freute sich am Herrn und wahrscheinlich kann man solche "Ausbrüche" nicht gut kontrollieren? Ich versuche mir erst gar keinen "Gebetsstil" anzugewöhnen, um irgendwie pseudofromm oder cool rüberzukommen.
Predigten sind dazu da, daß Gott zu uns spricht. Der Glaube kommt ja aus der Predigt, die Predigt aus dem Wort Gottes, oderso. Allerdings MUSS man in meinen Augen nicht zwingend eine Predigt im Gottesdienst haben. Mal was neues ausprobieren? Für neue Wege Gottes offen sein? Viel spannender als der Gemein(d)etrott.
Was zum Henker ist ein "Hauskreis"? :) (hab ich da irgendein Wort in meinem Wortschatz gelöscht?)
sofx

 
At 27 September, 2005 15:03, Blogger Ejtna said...

Hauskreis? Mittwoch??? hääääää hab ich was verpasst? ;-)

 
At 28 September, 2005 16:17, Anonymous Anonym said...

Ich denke beim Beten gibt es keine Vorschriften. Man sollte so beten wie man es will... Wenn man traurig ist weint man vielleicht und wenn man glücklich ist, warum sollte man dann nicht auch laut lachen dürfen?!!
Ich bin der Meinung dass Beten kein Monolog sondern ein Dialog mit Gott ist! Schließlich spricht man Ihn ja auch direkt an.

Predigten sind doch auch besser wenn nicht nur eine Person redet. Wenn alle ihre Meinug sagen dürfen und ihre Fragen stellen werden auch mehr davon beantwortet...

Gottesdienst bedutet für mich Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen. Und bei so einer Gemeinschaft sollte es keinen genauen Plan geben an den man sich halten muss...:-)

Zu "Hauskreis" fällt mir nur das eine mal ein wo wir zu dritt in nem Bushäuschen gesessen haben... Das war zwar Mittwochs...aber ich denke es wird einfach der Tag genommen weil er Mitte der Woche ist...?!Und Hauskreis heißts...hm.. hat vielleicht wirklich mal in nem Haus angefangen...?! :-)
Ansonsten gabs auch schon Dienstags "Haus"kreis... :-)

 
At 29 September, 2005 18:25, Anonymous Anonym said...

Mir hat das noch niemand gesagt, dass das so sein soll.

 
At 30 September, 2005 11:54, Blogger tuilin said...

Na dann ist ja gut, wenn das niemand so sieht! (Ich ja auch nicht)
Aber warum wird es kaum anders gehandhabt?

 
At 30 September, 2005 13:59, Anonymous Anonym said...

Ich denke dass alles es so machen weil sie es eben so gewohnt sind...
Aber warum so weiter machen wenns einem nicht gefällt...?
Ich bin der Meinung es spricht nichts dagegen ma was neues zu versuchen :-)

 
At 01 Oktober, 2005 19:13, Anonymous Anonym said...

es gibt wohl menschen die ohne viel veränderung zufrieden sind oder die nicht die kreativität oder zeit haben etwas zu verändern.
aber wenn etwas nicht gefällt, wird der betroffene es schon ändern oder erweitern, so geht das. ;)

 
At 08 Oktober, 2005 12:12, Blogger Dr. Matthias O. Will said...

Es gibt sicherlich viele mögliche Formen, um geistliche Gemeinschaft zu feiern. Fragt sich nur, wo die Prioritäten liegen: bei Form oder Inhalt. Letztendlich hat sich aber alles auszurichten an dem, welcher der Grund unserer Zusammenkünfte ist. Wenn Jesus Christus im Mittelpunkt steht (und weder die "bewährten" Formen noch die Freude am Herumexperimentieren), dann ist schon einmal viel gewonnen.

Mir fällt dabei immer wieder das "Prüfet alles, das Gute aber behaltet" ein. Das appelliert sozusagen an eine "konservative Progressivität". Neue Formen ja, soweit sie unserem Ziel dienlich sind. Alte Formen ja, wenn sie sich bewährt haben. Es ist nicht alles besser, nur weil es neu ist (auch wenn uns die Werbung etwas anderes suggerieren möchte). Solang wir aber das Ziel nicht aus dem Auge verlieren - Gemeinschaft zu feiern, weil Jesus uns dazu berufen hat - kann nicht viel schiefgehen. Wichtig ist vielleicht, dass man nicht die eigenen Vorlieben in den Mittelpunkt stellt, sondern sich fragt: was ist der Gemeinschaft (mit Gott und mit den anderen) dienlich?

 

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