Doch find ich schon. Zweifeln = Zweifel haben. Wenn man Zweifel zulässt, hat man Zweifel, also zweifelt man. Wenn man Zweifel unterdrückt, hat man auch Zweifel, man ignoriert sie nur. In dem Fall unterlässt man es bewusst oder unbewusst, selbstständig zu denken.
@ taketh: Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint.
Was sind denn das für Quellen, die du mir da nennen kannst? Von Christen, die mir wieder nur scheiße erzählen und mich verarschen? Woher willst du wissen, ob das gut für mich ist? Ich finde es schlimm, wenn Leute immer Antworten haben. Und ich will bewusst suchend bleiben! Zweifeln ist für mich absolut kein (!) kleinkindhafter Zustand! Zweifeln heißt für mich, dass ich mich nicht mit der nächstbesten Standartchristenfloskel nicht mehr zufrieden gebe. Und woher weißt du denn bitte, was wahr und falsch ist und was gut für mich ist und was nicht? Im übrigen denke ich absolut nicht, dass ich dumm da stehe, wenn ich keine Antworten habe. Mir ist es wichtig, authentisch zu sein, und wenn ich keine Antworten habe, habe ich keine und dann sage ich das auch so. Dadurch bekehrt sich vielleicht niemand in seiner Schuld ertappt zu unserem Herrn Jesus Christus, den ja alle sooo nötig haben in der schlechten, bösen Welt, aber das ist mir gerade recht. Ich will nicht so ein *mit_dem_Hammer_wedel* "BEKEHR DICH ODER STIRB"-Christ sein. *grusel* Ich will erstmal selbst wirklich wissen, dass die Leute, denen es ganz offensichtlich _nicht_ schlecht geht in dieser Welt, Jesus wirklich so nötig haben.
Ich glaube du kennst mich etwas zu wenig als dass du sowas sagen kannst! Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich zurzeit ganz schön über die Stränge schlage (allerdings nicht mit meiner Zweiflerei, sondern mit meiner Lästerei über Christen), aber ich habe insgeheim die Hoffnung, dass ich Gott damit irgendwie "aufrütteln" kann oder sowas. Immerhin steht noch aus, dass er mir persönlich zeigt, dass er mich liebt. Und bevor ich das nicht weiß, werd ich weiterzweifeln!
Fragen zu stellen, grundsätzliche Dinge des Glaubens in Frage zu stellen ist nicht naiv, sondern sehr erwachsen. Naiv ist, an vorgefertigten Antworten festzuhalten.
Also irgendwie sollten sich Takteth und Tuilin mal irl treffen :-), ich denke, da entstehen weniger Mißverständnisse. Ich reihe mich als gläubiger Christ auch unter "die Zweifler" ein, weil ich vieles nicht verstehe, was so abgeht. Vieles greift auch meinen Glauben an und ich stelle nicht selten (mal wieder...) alles auf den Prüfstand. Besonders, wenns mal wieder dicke kommt. Zweifeln ist was, was dazugehört? Ich denke mal schon. Dennoch kann ich mir selbst die unbeantworteten Fragen nicht beantworten, es sei denn ein Prophet steht vor mir, dem ich seinen guten Draht zu Gott auch zutraue und ihm vertraue. So jemanden habe ich nicht. Ich muß Claudia Recht geben, wenn sie sagt "wer zweifelt, denkt selbstständig". Genauer ausgedrückt: Wer unbeantwortete Fragen nicht beanwortet bekommt, zweifelt. Zweifelt er nicht, dann füllt er diese Lücke mit einer "instant-Antwort", oder einer hohlen Phrase oder sog. "klugen Sprüchen". Mein Leben soll echt sein, dazu brauche ich authentische Antworten auf meine Fragen. Ich habe viele bekommen, aber längst nicht alle. Deswegen zweifle ich auch. Das meinte ich mit meiner ersten Antwort drauf :-). Das will ich nicht glorifizieren oder schönreden. Es ist halt n Bestandteil von meinem Glauben. Fundamentalismus kann das Zweifeln vordergründig übertünchen, löst aber das Problem nicht. Ich wünsche dir, daß du deine Fragen, die vielleicht lebensnotwendig für deinen Glauben sind, beantwortet bekommst. Das wünsch ich auch für mich, denn das, was du gerade durchmachst, greift meinen Glauben an. sofx
Taketh: Ich habe gelernt, ehrlich zu sein bzw. zu bleiben. Naja, was heißt "gelernt", ich hab glaube ich gelernt, dem näher zukommen. Ich muß bzw. ich hab keinen Bock drauf "den starken Christen" zu mimen, der ich nicht bin. Mein Glaube ist nicht grenzenlos und das sage ich auch offen. Warum sollte ich mich da verstellen? Ich _muß_ garnix, ich kann bzw. ich darf. Schließlich bin ich nicht mehr römisch-katholisch ;-). sofx
11 Comments:
Würd ich so nicht ganz sagen. Ich würde sagen: Wer Zweifel zuläßt, denkt selbstständig.
Hab dich.. du weißt schon :D
sofx
Wer Zweifel zulässt, zweifelt.
Aber nicht immer und automatisch.
@ tuilin. Stimmt. Bleibe suchend...
Doch find ich schon.
Zweifeln = Zweifel haben.
Wenn man Zweifel zulässt, hat man Zweifel, also zweifelt man.
Wenn man Zweifel unterdrückt, hat man auch Zweifel, man ignoriert sie nur. In dem Fall unterlässt man es bewusst oder unbewusst, selbstständig zu denken.
@ taketh:
Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint.
Was sind denn das für Quellen, die du mir da nennen kannst? Von Christen, die mir wieder nur scheiße erzählen und mich verarschen? Woher willst du wissen, ob das gut für mich ist?
Ich finde es schlimm, wenn Leute immer Antworten haben. Und ich will bewusst suchend bleiben! Zweifeln ist für mich absolut kein (!) kleinkindhafter Zustand! Zweifeln heißt für mich, dass ich mich nicht mit der nächstbesten Standartchristenfloskel nicht mehr zufrieden gebe. Und woher weißt du denn bitte, was wahr und falsch ist und was gut für mich ist und was nicht?
Im übrigen denke ich absolut nicht, dass ich dumm da stehe, wenn ich keine Antworten habe. Mir ist es wichtig, authentisch zu sein, und wenn ich keine Antworten habe, habe ich keine und dann sage ich das auch so.
Dadurch bekehrt sich vielleicht niemand in seiner Schuld ertappt zu unserem Herrn Jesus Christus, den ja alle sooo nötig haben in der schlechten, bösen Welt, aber das ist mir gerade recht. Ich will nicht so ein *mit_dem_Hammer_wedel* "BEKEHR DICH ODER STIRB"-Christ sein.
*grusel*
Ich will erstmal selbst wirklich wissen, dass die Leute, denen es ganz offensichtlich _nicht_ schlecht geht in dieser Welt, Jesus wirklich so nötig haben.
Ich glaube du kennst mich etwas zu wenig als dass du sowas sagen kannst!
Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich zurzeit ganz schön über die Stränge schlage (allerdings nicht mit meiner Zweiflerei, sondern mit meiner Lästerei über Christen), aber ich habe insgeheim die Hoffnung, dass ich Gott damit irgendwie "aufrütteln" kann oder sowas. Immerhin steht noch aus, dass er mir persönlich zeigt, dass er mich liebt.
Und bevor ich das nicht weiß, werd ich weiterzweifeln!
@ taketh
Fragen zu stellen, grundsätzliche Dinge des Glaubens in Frage zu stellen ist nicht naiv, sondern sehr erwachsen. Naiv ist, an vorgefertigten Antworten festzuhalten.
Also irgendwie sollten sich Takteth und Tuilin mal irl treffen :-), ich denke, da entstehen weniger Mißverständnisse.
Ich reihe mich als gläubiger Christ auch unter "die Zweifler" ein, weil ich vieles nicht verstehe, was so abgeht. Vieles greift auch meinen Glauben an und ich stelle nicht selten (mal wieder...) alles auf den Prüfstand. Besonders, wenns mal wieder dicke kommt.
Zweifeln ist was, was dazugehört? Ich denke mal schon. Dennoch kann ich mir selbst die unbeantworteten Fragen nicht beantworten, es sei denn ein Prophet steht vor mir, dem ich seinen guten Draht zu Gott auch zutraue und ihm vertraue. So jemanden habe ich nicht.
Ich muß Claudia Recht geben, wenn sie sagt "wer zweifelt, denkt selbstständig". Genauer ausgedrückt: Wer unbeantwortete Fragen nicht beanwortet bekommt, zweifelt. Zweifelt er nicht, dann füllt er diese Lücke mit einer "instant-Antwort", oder einer hohlen Phrase oder sog. "klugen Sprüchen".
Mein Leben soll echt sein, dazu brauche ich authentische Antworten auf meine Fragen. Ich habe viele bekommen, aber längst nicht alle. Deswegen zweifle ich auch. Das meinte ich mit meiner ersten Antwort drauf :-).
Das will ich nicht glorifizieren oder schönreden. Es ist halt n Bestandteil von meinem Glauben. Fundamentalismus kann das Zweifeln vordergründig übertünchen, löst aber das Problem nicht.
Ich wünsche dir, daß du deine Fragen, die vielleicht lebensnotwendig für deinen Glauben sind, beantwortet bekommst. Das wünsch ich auch für mich, denn das, was du gerade durchmachst, greift meinen Glauben an.
sofx
Taketh: Ich habe gelernt, ehrlich zu sein bzw. zu bleiben. Naja, was heißt "gelernt", ich hab glaube ich gelernt, dem näher zukommen. Ich muß bzw. ich hab keinen Bock drauf "den starken Christen" zu mimen, der ich nicht bin. Mein Glaube ist nicht grenzenlos und das sage ich auch offen. Warum sollte ich mich da verstellen?
Ich _muß_ garnix, ich kann bzw. ich darf. Schließlich bin ich nicht mehr römisch-katholisch ;-).
sofx
@claudia:ich bins, der zweifelnde Mensch, dessen Denken dich an dein eigenes erinnert. Würde dir gern ne Mail schicken, hast du hier ne Adresse?
@ anonym:
tuilin@web.de
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